Psalm 1

Melodie

1. Heil, Heil dem Manne, der vom bösen Rat
fern fliehet, nicht betritt der Sünder Pfad
und sich vom Sitz der Spötter weit entfernet!
Dem Manne Heil, der ruhig Weisheit lernet,
der sich das Recht des Herrn zur Freude macht
und sein Gesetz erforschet Tag und Nacht! V. 1–2
2. Ein Baum, am Bach gepflanzt, strebt hoch empor,
bringt Blüt und Frucht zur rechten Zeit hervor,
steht unentlaubt mit hoher Pracht geschmücket,
daß sich an ihm der Wanderer erquicket.
So grünet der Gerechte jederzeit:
Er lebt und wächst, und all sein Tun gedeiht. V. 3
3. So ist es nicht mit den Gottlosen, nein,
die sind wie Spreu, ein Wind wird sie zerstreun.
Der Sünder, die des Herrn Gesetz verschmähen,
soll keiner je in dem Gericht bestehen.
Wenn Gott das Recht in der Gemeine spricht,
so halten sie bei den Gerechten nicht. V. 4–5
4. Des Frommen Weg, zum Himmel ganz gewandt,
geht einfach fort, steht unter Gottes Hand.
Gott blickt herab auf ihn mit Wohlgefallen,
schützt seinen Tritt und läßt ihn sicher wallen.
Allein der Weg, der den Gottlosen führt,
weicht immer ab, bis er sich ganz verliert. V. 6

Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Straßburg (1539)/Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries