| 1. | Herr, stehe du mir bei! Du, du bleibst ewig treu, wenn Menschen mich verlassen. Sieh, wie empören sich so viele wider mich! Wie sie mein Leben hassen! Da jeder mich verläßt, so glauben viele fest, von Kleinen und von Großen, daß ich in meiner Not nicht Hilfe find bei Gott, daß er mich hat verstoßen. V. 2–3 |
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| 2. | Herr, du bist gut und mild, du deckest mich, mein Schild, du wirst mir Ehre geben. Ich fürchte keinen Feind, denn, Herr, du bist mein Freund, du wirst mein Haupt erheben. Erhob ich meine Stimm um Hilfe je zu ihm, so wollt er Heil gewähren. Der Hörer des Gebets wird, ruf ich zu ihm, stets vom heilgen Berge hören. V. 4–5 |
| 3. | Ich leg mich ruhig hin, weil ich doch sicher bin – ich schlafe oder wache –, daß mich die Allmacht schützt, die Güte unterstützt, der Herr führt meine Sache. Und unter seiner Hut hab ich den Heldenmut, mich einmal durchzuschlagen. Wenn um mich auch ein Heer von vielen Tausend wär – ich werde nie verzagen. V. 6–7 |
| 4. | Steh auf, o Herr, mein Gott! Errett mich aus der Not, schlag Frevlern auf den Backen! Zerschmettre ihre Zähn, beug, da sie mich verschmähn, beug ihren steifen Nacken! Wie tief die Not auch geht, der Herr ist’s, der erhöht, er schützt auf unsern Wegen. Wer Hilfe sucht beim Herrn, dem ist er nimmer fern. Krön, Herr, dein Volk mit Segen! V. 8–9 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Straßburg (1539)/Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries