| 1. | Von ganzem Herzen dank ich dir; o Herr, wie groß wirst du an mir! Ich will zum Trost bedrängter Seelen die Wunder deiner Huld erzählen. V. 2 |
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| 2. | Du, mein Erlöser, sollst allein mein Jubel, meine Ehre sein. Dir, dir soll meine Harfe klingen, froh will ich deinen Ruhm besingen. V. 3 |
| 3. | Du treibest meinen Feind zurück. Es kam von dir ein Zornesblick, da durfte keiner vor mir stehen, ich sah sie stürzen und vergehen. V. 4 |
| 4. | So streitest du für deinen Knecht, für seine Sache, für sein Recht. Du lohnest jedem mit dem Lohne, wie er’s verdient, von deinem Throne. V. 5 |
| 5. | Du hast die Frevler hart gestraft und manchen Böswicht hingerafft, damit sein Name von der Erde vertilgt und ganz vergessen werde. V. 6 |
| 6. | O Feind, dein Palast liegt zerstört, sieh, deine Städte sind verheert, ihr Name wird nicht mehr gefunden, und ihr Gedächtnis ist verschwunden. V. 7 |
| 7. | Doch ewig herrscht der Herr, erhöht in seiner Macht und Majestät. Sein Richterstuhl steht unerschüttert, daß alle Welt vor ihm erzittert. V. 8 |
| 8. | Er richtet einst zu seiner Zeit den Erdkreis in Gerechtigkeit. Einst fühlen alle Nationen sein Recht zu strafen und zu lohnen. V. 9 |
| 9. | Der Herr wird eine Zuflucht sein, des wird sich der Gerechte freun. Er findet auch in Trübsalzeiten, daß Gott ihm wolle Heil bereiten. V. 10 |
| 10. | Ja, dir vertrauet, wer dich kennt, wer dich bei deinem Namen nennt; du lässest nimmermehr verzagen, die, Herr, nach deiner Gnade fragen. V. 11 |
| 11. | Es lobe, wer auf Erden wohnt, den König, der in Zion thront! Bald müsse von den Heiden allen laut seiner Taten Lob erschallen! V. 12 |
| 12. | Er rächet das vergoßne Blut, gibt den Bedrängten guten Mut, vergisset nie ihr ängstlich Flehen, läßt keinen trostlos von sich gehen. V. 13 |
| 13. | Sieh, wie mein Feind mich drückt, mir droht! Ach, sei mir gnädig in der Not! Herr, du kannst mich zum neuen Leben im Tor des Todes noch erheben. V. 14 |
| 14. | Dann tu ich laut mit Herz und Mund dein Lob in Zions Mauern kund und will mich in den frohen Reihen mit den Erlösten ewig freuen. V. 15 |
| 15. | Der Frevler gräbt uns eine Gruft, und er versinkt in diese Gruft; er stellet unserm Fuße Schlingen und fällt nun selbst in diese Schlingen. V. 16 |
| 16. | Man sieht, wenn Gott die Bösen straft, wie furchtbar er sich Recht verschafft. Der Böswicht muß in seinen Tücken nicht andre, nein, sich selbst verstricken. V. 17 |
| 17. | Wer fortgeht in dem bösen Sinn, der fährt gewiß zum Abgrund hin, wo ohne allen Trost verschmachten, die Gottes Gnade hier verachten. V. 18 |
| 18. | Schweigt Gott gleich, wenn man Arme kränkt – ich weiß doch, daß er an sie denkt. Er läßt sie nicht vergeblich schreien, nein, ihre Hoffnung wird gedeihen. V. 19 |
| 19. | Auf, Herr, damit der Mensch von Staub nicht trotz und dir die Ehre raub. Oh, zeige jedem Bösewichte, wie furchtbar du seist im Gerichte! V. 20 |
| 20. | Laß alle, die sich selbst erhöhn, bald merken, daß sie untergehn und daß, die deinem Zion dräuen, nicht Gott, nur schwache Menschen seien. V. 21 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Genf (1542)/Lyon (1547) – Satz: nach B. de Vries