| 1. | Herr, meines Lebens Trost und Licht, gedenkest du des Armen nicht? Ach, hast du meiner ganz vergessen? Ich hab so lang im Druck gesessen. Verbirgst du noch dein Angesicht? V. 2 |
|---|---|
| 2. | Ach sieh, wie lang mein Geist sich quält, mein Herz nur Kummertage zählt! Nichts, nichts, kann mir Erquickung geben. Mein Feind kann siegend sich erheben; ich sinke, weil dein Trost mir fehlt. V. 3 |
| 3. | Schau, schau herab, ich seh auf dich. O Herr, mein Gott, erhöre mich! Erleuchte meine Augen wieder, sonst sink ich in den Tod darnieder und so vergeh ich jämmerlich! V. 4 |
| 4. | Nie rühm mein Feind: »Den überwand ich auch durch meine starke Hand!« Nie soll er meines Falls sich freuen. Du willst und kannst mir Hilf verleihen, und deine Treu ist mir bekannt. V. 5 |
| 5. | Herr, dir vertrau, dir hang ich an, da dein Erbarmen retten kann. Oft jauchze ich in meinen Schmerzen ob deinem Heil und sing von Herzen: Herr, du hast stets mir wohlgetan! V. 6 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Straßburg/Genf (1542)/Lyon (1547) – Satz: nach B. de Vries