| 1. | Der Himmel zahllos Heer erzählt von Gottes Ehr und großer Wundertat; das Firmament voll Pracht rühmt seiner Hände Macht, die es bereitet hat. Der Tag, der schwand, sagt an dem Tage, der begann, des Herren große Werke. Die Nacht erzählt der Nacht von dem, der sie gemacht, und seiner Kraft und Stärke. V. 2–3 |
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| 2. | In jeder Sprach erschallt, auf jeder Zunge hallt der Himmelsheere Lied; bis in das fernste Land, bis an der Welten Rand ihr Jubelreigen zieht. Die Sonn aus ihrem Zelt tritt wie ein starker Held, die Laufbahn zu durcheilen; dem Bräutigam sie gleicht, der von dem Lager steigt; sie darf nicht ruhn noch weilen. V. 4–6 |
| 3. | Am fernen Himmelsrand, in Morgenglut entbrannt, beginnt sie ihren Lauf und wandert ihre Bahn, bis sie der Ozean nimmt in die Fluten auf. Gezeichnet ist ihr Pfad; wer kann der Strahlensaat und ihrer Glut entfliehen? So wandellos und klar ist Gottes Wort – fürwahr, wer kann sich ihm entziehen? V. 7–8a |
| 4. | Bis in der Seele Kern dringt das Gesetz des Herrn und macht das Herze neu. Es schneidet wie ein Schwert, den Toren es bekehrt und ist gewiß und treu. Recht ist, was Gott gebeut, sein Wort das Herz erfreut und macht das Auge lichte. Gott fürchten machet rein, und die Gebote sein sind Wahrheit und Gerichte. V. 8–10 |
| 5. | Viel teurer sind sie mir als Gold und Goldeszier, und mehr denn honigsüß; erleuchtet wird dein Knecht durch sie; übt er sie recht, so ist sein Lohn gewiß. Denn wahrlich, ohne sie hätt ich erkannt noch nie den Schaden meiner Seele. O wasche du mich rein von all den Schulden mein, die ich mir noch verhehle. V. 11–13 |
| 6. | Errett auch deinen Knecht vom trotzigen Geschlecht, das dich und mich veracht’! Dann bin ich völlig frei von aller Sklaverei der Sünd und ihrer Macht; dann soll mein Lied mit Klang und hellem Freudensang dein Ehr und Lob erhöhen; und allzeit soll dein Wort, mein Heiland und mein Hort, mir vor der Seele stehen. V. 14–15 |
Bereimung: August Ebrard (1852) – Melodie: Straßburg/Genf (1542)/Lyon (1548) – Satz: nach B. de Vries