| 1. | Dich, dich erhebt mein Herz und Mund, ich mach, Herr, dein Erbarmen kund. Du zogst mich aus der Gruft hervor, und hobst mich trotz dem Feind empor. Er darf sich meines Falls nicht freuen, denn, Herr, du wolltest Heil verleihen. V. 2 |
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| 2. | Ich rief, der Herr gab auf mich acht, mein Gott hat mich gesund gemacht. Ich sank dahin bis an den Tod, du rissest mich aus tiefer Not du hast dem Toten wieder Leben, dem Schwachen wieder Kraft gegeben. V. 3–4 |
| 3. | Kommt, Freunde Gottes, heiligt euch, lobsingt dem Herrn in seinem Reich, erhebet ihn zu aller Zeit, rühmt seines Namens Heiligkeit! Sein Zorn macht Augenblicke beben, doch seine Huld gibt ewig Leben. V. 5–6a |
| 4. | Häuft sich nach einem schwülen Tag des Abends auf uns Plag auf Plag, droht Trübsal uns mit dunkler Nacht: Er, der aus Nacht den Tag gemacht, bringt über uns des Abends Leiden und gibt des Morgens wieder Freuden V. 6b |
| 5. | In meinem Wohlstand wähnte ich, mein Glück steh unerschütterlich. Doch ach, ich merkte nicht genug, daß mich dein Wohlgefallen trug, daß mir dein Berg sei fest gestellet so lang nur, als es dir gefället. V. 7–8a |
| 6. | Verbargst du mir dein Angesicht, so half mein stolzer Wahn mir nicht, mein Wohlstand sank im Augenblick. Ich zitterte vor dir zurück und schrie empor mit heißem Flehen: »Ach Herr, laß mich nicht untergehen! V. 8b–9 |
| 7. | Sieh, ich versink in meiner Not! Was nützt dir aber, Herr, mein Tod? Dankt denn im Grabe dir ein Mund? Tut Staub auch deine Wahrheit kund? Ach, höre mich, ich harre deiner, o Herr, erbarm, erbarm dich meiner!« V. 10–11 |
| 8. | Und bald verwandeltest du ganz die Klag in einen Reigentanz! Statt des Gewands der Traurigkeit zogst du mir an dein Freudenkleid. Auf, meine Zung, ihn stets zu loben! Mein Gott sei ewig hoch erhoben. V. 12–13 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries