| 1. | Wohl dem, der Trost und Hilf den Armen leiht in ihrer Dürftigkeit! Der Herr ist ihm in Trübsal und Gefahr, was er den Armen war. Gott ist sein Heil, sein Trost, wenn ihm wird bang, erhält sein Leben lang. Es geht ihm wohl, und bei des Feindes Wut steht er in Gottes Hut. V. 2–3 |
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| 2. | Legt Krankheit ihn auch auf das Siechbett hin, der Herr besuchet ihn: Gott selber will sein Arzt und Helfer sein, ihn heilen und erfreun. In Krankheit ruf ich: Herr, erbarme dich! Ach, heil und stärke mich! Dir sündigt ich, und groß ist meine Schuld, doch größer deine Huld. V. 4–5 |
| 3. | Ich hör den Feind, der Arges denkt, er spricht: »Oh, stirbt er denn noch nicht? Wann wird mit ihm sein Name untergehn?« Wer kommt, um mich zu sehn, zeigt Mitleid zwar, doch sein grundfalsches Herz vermehrt nur meinen Schmerz; er kommt und geht auf Kundschaft in mein Haus, und sprenget Lügen aus. V. 6–7 |
| 4. | Sie reden wie Verleumder unter sich nur Arges wider mich und raunen sich einander in das Ohr viel Böses von mir vor: »Er hat gewiß ein Bubenstück getan, ein jeder sieht’s ihm an; drum liegt er da, Gott hemmet seinen Lauf, nie kommt er wieder auf.« V. 8–9 |
| 5. | Ja, selbst mein Freund, der mein Vertrauter hieß, auf den ich mich verließ, der sonst mein Brot mitaß, hebt freventlich den Fuß auf wider mich; Du aber, Herr, bleibst treu zu jeder Zeit: Tu mir Barmherzigkeit und hilf mir auf, daß ich mir Recht verschaff und allen Meineid straf! V. 10–11 |
| 6. | Ich merk daran, daß ich dir wohlgefall: Mein Feind sucht’s überall, und dennoch jauchzt er noch nicht über mich. Ich seh und wart auf dich und wandle fort in Redlichkeit und Treu; du stehst mir immer bei und führest mich – ich folge deinem Licht – bis vor dein Angesicht. V. 12–13 |
| 7. | Der Herr ist groß in Majestät und Macht, ihm werde Lob gebracht! Lobsinget ihm, dem Gotte Israels, denn er ist unser Fels! Von Ewigkeit zu Ewigkeit erschall sein Loblied überall, und wo man je zu seinem Ruhme sprach, folg »Amen, amen« nach! V. 14 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries