| 1. | Herr, du bist Gott, komm du und schlichte mein Recht nach der Gerechtigkeit! Das Volk ist lieblos, darum richte du meine Sache; mach zunichte des Bösewichts Verschlagenheit, der mich zu fällen dräut! V. 1 |
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| 2. | Bist du, mein Gott, nicht meine Stärke? Warum verstößest du mich dann? Ach, du vereitelst meine Werke, ich wandle trauervoll und merke die Freude meines Feinds daran, daß er mich drängen kann. V. 2 |
| 3. | Bestrahle mich mit deinem Lichte, damit ich deine Wahrheit seh, daß sie vor deinem Angesichte bald alle meine Tritte richte, bis ich zu deiner Wohnung geh und deinen Ruhm erhöh! V. 3 |
| 4. | Möcht ich zum Altar Gottes wallen, ich jauchzt in meinem Gott vor Freud! Ach, wann werd ich dort niederfallen? Wann wird, mein Gott, vor dir erschallen von meiner Harfe, dir geweiht, dein Lob der Herrlichkeit? V. 4 |
| 5. | O Seele, wie so tief betrübet! Warum ist dir in mir so bang? Harr nur auf Gott, der jetzt dich übet, der einst für Leiden Freude gibet; bald bringt mein froher Lobgesang Gott, meinem Retter, Dank. V. 5 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries