| 1. | Des Toren Herz spricht leis: »Es ist kein Gott!«, da jeder Greul und böses Wesen liebet, und keiner ist, der je das Gute übet. Spricht Gott, so wird sein Wort und sein Gebot der Frevler Spott. V. 2 |
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| 2. | Vom Himmel schaut herab der Ewige nach den von ihm beglückten Menschenkindern, ob einer hier bei allen diesen Sündern verständig sei, um Weisheit aus der Höh und Gnade fleh. V. 3 |
| 3. | Doch jeder fällt hier ab von seinem Herrn. Sie alle sind untüchtig, es ist keiner, der Gutes tu und Wahrheit liebt, nicht einer. Und bleibet Gott nur immer ihnen fern, so sehn sie’s gern. V. 4 |
| 4. | Faßt keiner denn ein Wort des Unterrichts, da sie verrucht mein Volk wie Brot verzehren, den hohen Gott so freventlich entehren? Sie beten nie; der Ursprung alles Lichts ist ihnen nichts. V. 5 |
| 5. | Wie faßt der Schrecken Leute, welche nie sich fürchteten! Denn Gott, der Bosheit Rächer, zerstreuet die Gebeine der Verbrecher; der Herr, der stets dem Beter Heil verlieh, verabscheut sie. V. 6 |
| 6. | Ach, käm das Heil aus Zion doch herein! Zerschlag, o Gott, bald deines Volkes Bande! Dann werden wir nach so viel Schmach und Schande uns all in Gott als unserm Heiland freun und selig sein. V. 7 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Straßburg/Genf (1542)/Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries