| 1. | Wie feierlich erhebt die Stille, o Gott, in Zion dich! Wer naht, daß er Gelübd erfülle, naht hier voll Ehrfurcht sich. Erhörer des Gebets, Erhören war stets, ist noch dein Ruhm. Oh, einst wird alles Fleisch sich kehren zu dir ins Heiligtum! V. 2–3 |
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| 2. | Die Sündenschuld warf uns darnieder und drückte, ach, wie schwer! Doch du vergibst und stellst uns wieder durch deine Gnade her. Wohl deinem Liebling, dem du schenkest, zu nahn zu deinem Thron, und dessen du in Huld gedenkest, daß er im Vorhof wohn! V. 4–5a |
| 3. | Du stärkst ermattete Gemüter mit Trost und Lebenssaft, und deines Hauses heilge Güter erfüllen uns mit Kraft. Gerecht und furchtbar im Gerichte strafst du der Sünden Greul! Jetzt sehen wir in deinem Lichte: Gott, du bist unser Heil! V. 5b-6a |
| 4. | Herr, du bist allen Nationen stets eine Zuversicht, für die an fernen Küsten wohnen, in Finsternis ein Licht. Du legst der Berge Grund, sie heben ihr Haupt den Wolken nah. Du stehst, der Erde Heil zu geben, mit Macht umgürtet da. V. 6b-7 |
| 5. | Des Meeres Wut, des Sturmes Sausen steht bald demütig still, der Völker ungestümes Brausen legt sich, sobald Gott will. O Gott, vor deinen Wunderzeichen erstaunt die ganze Welt. Wer kann die hohe Macht erreichen, die alles treibt und hält? V. 8–9a |
| 6. | Du rufst hervor den schönen Morgen, und alles freuet sich. Der Tag rühmt deine Vatersorgen, der Abend preiset dich. Herr, du besuchst das Land, und Segen strömt ringsum mild herab. Die Erde trinket Tau und Regen, die deine Hand ihr gab. V. 9b-10a |
| 7. | O Gott, dein Brunn ist reich, er quillet und ebnet uns das Land, daß unsre Saat vom Segen schwillet und wächst durch deine Hand. Wenn du des Ackers Furchen tränkest und Regen früh und spat in die erweichten Schollen senkest, gedeihet unsre Saat. V. 10b-11 |
| 8. | Dich rühmen alle Jahreszeiten, dies Jahr krönt deine Hand. Es triefet noch von Fettigkeiten, wo einst dein Fußtritt stand. Noch rühmen unsre Flur und Weide, Gott, deinen Segensguß, die Hügel gürten sich mit Freude, geschmückt mit überfluß. V. 12–13 |
| 9. | Wie lebet jede Trift, beweidet mit Herden ohne Zahl, mit reifen Ähren steht bekleidet ein unabsehbar Tal. Da jubeln der Geschöpfe Chöre, gestimmt zur Einigkeit, und geben seiner Huld die Ehre, die, was da lebt, erfreut. V. 14 |
Bereimung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Lyon (1548) – Satz: nach B. de Vries